Warum tut es so weh?

Ist unsere geliebte Seele im Rückzug, fühlen wir in uns einen Schmerz, der nur mit sehr wenig vergleichbar ist. Dieser Schmerz erfüllt uns ganz, wirkt tief in unserer Seele und lähmt uns.

Oftmals entsteht ein Gedankenstrudel, den nichts aufhalten kann... all unsere Konzentration folgt dem Gedanken, wie wir die Trennung im Außen wieder aufheben können.

Tiefste Sehnsucht treibt uns Tag und Nacht, und lässt uns festhalten, gelähmt verharren.

Meist beginnen wir mit der Oberfläche. Wir melden uns immer wieder, versuchen, den Partner zu kontaktieren, über Anrufe, Nachrichten, versuchen Treffen zu initiieren, um wieder Nähe herzustellen, das schmerzhafte getrennt sein nicht erleben zu müssen. Für ein kleines Hoffnungszeichen sind wir bereit, uns selbst zu erniedrigen, in Bedürftigkeit um Aufmerksamkeit zu betteln.

Umso mehr wir das versuchen, desto mehr zieht sich die geliebte Seele in sich selbst zurück, baut die Mauern höher, flüchtet sich manchmal sogar in ablenkende andere Beziehungen und Affairen. Auch wenn sie das eigentlich nicht möchte... es ist ein hilfloser Versuch, immer mehr und mehr Distanz zu schaffen.

Wir fragen uns... ist vielleicht alles nur eine Illusion? Spüre nur ich diese Verbindung?

Wir sind im Schmerz, und unser Gegenüber möchte diesen nicht sehen, nicht spüren, drückt alles weg. Umso mehr unser Gegenüber leugnet, desto schlimmer wird unser Leid.

Genau an diesem Prozesspunkt kommen die Zweifel, wir fragen uns, für was soll dieser unsagbare Schmerz gut sein?

Warum muss ich das erleiden?

Was habe ich getan, dass ich da durch muss?

Sollte ein jeder doch glücklich sein, das Recht auf Liebe und Zufriedenheit haben...

Warum tut mir das Universum das an?

Warum nur musste ich diesen Menschen treffen?

Wir sollten uns erinnern, dass nichts und niemand uns Böses will.

Das Schicksal, das Universum, und auch wir selbst, wollen nichts als Entwicklung.

Unsere Seele ist hier, um zu lernen, zu erfahren, zu fühlen. Alles in uns und um uns ist Liebe.

Stillstand ist das Gegenteil von Entwicklung.

Ist alles ruhig, alles gut, bleiben wir stehen.

Und stehen wir, kommt der Sturm und zerstört unsere Sicherheit.

Er bringt Bewegung, und Bewegung ist Entwicklung.

Dieser Schmerz wirkt wie ein Motor, Entwicklung im Turbomodus.

Sind wir im Schmerz können wir nicht mehr verdrängen, wir tun alles, um diesen zu lindern, um ihn zu verändern.

Lassen wir die Fragen hinter uns, beginnen wir bei uns zu schauen.

Das Wollen und Brauchen wird weniger, umso mehr wir bei uns selbst ankommen.

So sind wir irgendwann auch bereit, in unsere tiefsten Tiefen zu schauen, die Schatten in uns zu betrachten und in Heilung zu bringen.

Wir sollten uns dessen bewusst sein, wenn wir beginnen, aktiv an uns zu arbeiten, dann wird auch unsere andere Hälfte nicht mehr verdrängen können. Auch sie wird irgendwann hinsehen, hinfühlen müssen.

Indem wir bei uns sind, und keine Erwartungen an das Außen stellen, hat auch die geliebte Seele Raum, zu sich zu kommen, seinen Weg der Heilung zu gehen.

Da sind wir dann bei den Lernaufgaben... jeder hat seine eigenen, ganz individuellen Themen, die abzuarbeiten sind. Diese nehmen wir nur über Schmerz wirklich an... ohne Schmerz neigen wir dazu, in unserer Komfortzone zu bleiben.

Ebenso ist dieser Schmerz aber oftmals auch eine Erinnerung an gemeinsame Erlebnisse und Traumata aus früheren Leben unserer Seele.

Mit einem Seelenpartner teilen wir Erlebnisse, die für uns auf bewusster Ebene nicht greifbar sind. Dennoch weiß unsere Seele darum, erinnert sich, denn meist hängen die Erlebnisse direkt zusammen, bilden eine Spirale durch unser Dasein.

Wir haben uns vermutlich schon oftmals gegenseitig verletzt, uns gefunden und verloren.

Auch diese alten Wunden schmerzen, brechen auf, denn sie sind noch nicht ganz verheilt... schwären noch ein bisschen auf Seelenebene.

Karma bindet uns aneinander, und zwingt uns in ein Vermeidungsverhalten, die Kommunikation ist überdeckt, findet nicht mehr offen statt,

Erlernte Strukturen aus früheren Leben werden im Heute übernommen und angewandt, ohne dass sich uns deren Sinn und Zweck erschließen kann, und ohne dass wir dies bewusst verändern könnten.

Im Laufe des Prozesses werden wir Karma lösen. Das Miteinander wird dann einfacher.

Aus Schwere wird dann Leichtigkeit, und weitere Schritte zum gelösten Miteinander werden möglich.

Ihr seht, der Schmerz hat seine Daseinsberechtigung.

Also versucht diesen Schmerz als das zu sehen, was er tatsächlich ist... ein Geschenk.

Eine Aufforderung, an uns selbst zu arbeiten, uns selbst zu finden.

Er ist die Antriebskraft unserer Heilung, der Wegbegleiter in unsere eigene, persönliche Freiheit.

Der Schlüssel zur Liebe, in uns und um uns herum.

Wenn wir uns das auch nicht vorstellen können... es ist alles bereits vorhanden, alles ist in uns.

Wir sind reine Liebe, alles ist Liebe, selbst unsere Schatten.

Liebe braucht nicht, sie ist einfach.

Fühlt Euch geliebt,

Dani