Anleitung zum Loslassen

Immer wieder werde ich gefragt, wie genau funktioniert loslassen? Was muss ich denn tun, um endgültig los zu lassen?

Meist habe ich auf die Frage nur eine wage Antwort, da ich den Prozess zwar selbst gegangen bin, aber diesen noch nie genau definiert habe.

Höchste Zeit, dies zu tun... :-)

Loslassen funktioniert nicht, in dem man an loslassen denkt, oder sich loslassen befiehlt.

Denken wir loslassen, halten wir in Wirklichkeit fest.

Das ist der Haken an der Sache.

Auch vergessen ist nicht hilfreich, denn vergessen kommt verdrängen gleich. Verdrängte Dinge arbeiten im Verborgenen und beeinflussen uns unbewusst.

Also... finden wir einen anderen Weg. :-)

  • Definiere, was Du loslassen willst

Wir beginnen damit, uns bewusst zu machen, was es denn genau ist, was wir loslassen wollen oder sollen.

Schreibt auf ein Blatt Papier, was genau Eure Wünsche und Träume sind. Entscheidet, welche Ihr aufrecht erhalten wollt, und welche Ihr loslassen solltet.

Konzentriert Euch dann auf diese, die sich einfach nicht erfüllen wollen oder nicht zu erreichen sind.

An welchen Gedanken hängst Du, was tut Dir nicht gut?

Beschreibt Eure Sehnsucht...

nach was oder wem sehnst Du Dich, und was genau erhoffst Du Dir, soll erfüllt werden?

  • Fühle!

Dann beginnen wir damit, genau hin zu fühlen.

Spürt den Schmerz, die Wut, die Trauer, die Sehnsucht in ihrer ganzen Fülle.

Fragt Euch auch, ob hinter diesen Gefühlen noch andere stecken, die Ihr verdrängt, nicht zugelassen habt. Schaut genau hin, geht in die Tiefe Eurer Schatten... so weit ihr nur könnt.

Das ist erst mal nicht schön, aber verdrängte Gefühle müssen bewusst gemacht werden.

Gehen wir tief, finden wir hier unsere Ängste.

Die Verlustangst, die Angst vor Ablehnung oder Wertlosigkeit, die Angst vor dem Alleinsein, die Angst vor Mangel.

Findet Ihr diese, schreibt sie auf. Zu wissen, was Euch antreibt, ist ein großer Schritt zur Heilung.

Wichtig ist auch die Angst vor dem Loslassen... denkt mal darüber nach, was schlimmstenfalls passieren kann, wenn Ihr loslasst. Ihr werdet merken... nichts.

Dann fragt Euch, ob Ihr wirklich bereit seid.

Bist Du so weit, Negatives hinter Dir zu lassen?

  • Verändere den Blickwinkel

Wenn wir gefühlt haben, und unseren Ängsten begegnet sind, kommt die Kunst des Aussteigens. Hört auf zu werten und zu kommentieren, zu leiden und zu bemitleiden. Werdet zum Beobachter! Versucht, die Situation aus einem neutralen Blickwinkel zu betrachten. Die Tatsachen... es ist wie es ist, Du hast keinen Einfluss auf den Ausgang der Situation. Was vorbei ist, kannst Du nicht mehr ändern. Also lass das Drama hinter Dir und komme im Jetzt an. Hör endlich auf in Deinem Kopf zu jammern!!!

  • Akzeptiere!

nehmt an, was ist, und was nicht geändert werden kann. Ob verpasste Chancen, Abweisung oder Verletzung... es ist nicht zu ändern. Integriert die Erfahrung als solche. Und vergebt Euch... vergebt Euch, es nicht besser gewusst zu haben, oder besser gemacht zu haben. Ganz wichtig...Vergebt Euch, und dann dem Andern oder dem Umstand.

Vergebung folgt Dankbarkeit. Für das was wir sind und was wir haben.

Ohne Dankbarkeit und Demut kein Weg zu uns selbst!

Überwindet Euer Ego, überwindet Euren Stolz!

  • Definiere, was Du willst

Jetzt werdet Euch bewusst, wie Ihr leben wollt, und was Ihr gerne sein möchtet.

Du willst glücklich sein... dann fühle in Dir das Glück. Erfühle, wie es sich anfühlen soll, wenn Du da ankommst, wo Du sein willst.

Du willst frei sein... dann definiere Freiheit für Dich. Fühle, wie es sich anfühlt, frei zu sein.

Tue Dinge, die Dir dieses Gefühl geben. Geh mit Freunden aus, lache und fühle die Freude. Ja, so soll es sein.

Oder mache einen Ausflug zu einem Aussichtspunkt, an dem Du weit blicken kannst. Schaue in die Ferne, fühle die Grenzenlosigkeit, entfalte Dich innerlich. So weit ist die Welt, und so viel hat sie zu bieten. Beginne, Dich auf Neues zu freuen und Schönes zu erwarten.

  • Programmiere Dich um

Und wisst Ihr wieder, wie es ist, sich gut zu fühlen, habt Ihr die Freude erfahren, auch wenn es nur ein kleines Bisschen ist, dann vergrößert sie!

Ich bin glücklich, ich bin frei... sag es Dir immer wieder.

Wenn Du merkst, die negative Spirale holt Dich ein, das Gedankenkarussell beginnt zu drehen, dann unterbrich Dich sofort!

Ich bin glücklich, ich bin frei... Dein Mantra für eine lange Zeit.

Denn loslassen geht nicht von heute auf morgen, es ist eine Konditionierung, eine neue Programmierung.

  • Lass komplett weg, was Dich hält oder was überdeckt

geht bewusst aus Situationen, die Euch an die Sache oder den Menschen erinnern, die Ihr loslassen wollt. Hört auf zu schauen, zu stalken, auf Nachricht zu warten. Löscht, wenn nötig, alle Kontakte und Freundschaften auf den Netzwerken und am Handy. Trennt Euch von Andenken, und meidt Orte der Erinnerung.

Lasst Suchtmittel weg, denn Alkohol oder Drogen, auch exzessive Beschäftigungen, überdecken das Problem nicht nur, nein, sie machen es schlimmer!!!

Wir können mit Ersatzbefriedigung kein Loch füllen, im Gegenteil... wir vergrößern das Loch, indem wir nach Ausbleiben der Suchtmittel eine noch größere Leere fühlen, die es wieder zu füllen gilt.

Wir schaffen eine Instabilität, vergrößern so unsere negativen Empfindungen und Gedanken und fühlen uns wertloser denn je...

Also, Finger weg vom Wegschauen! Immer schön bewusst bleiben!

  • Noch eine Kleinigkeit...

All unsere Ängste können überwunden werden, wenn wir die eine große Angst überwinden, die unser Leben beherrscht. Die eine, die all unser Leid auslöst.. die Angst vor dem Tod.

Die Angst vor Vergänglichkeit, vor dem Nicht-Sein.

Wenn wir sie überwinden, kann uns nichts mehr etwas anhaben.

Dann sind wir frei.

Habt Vertrauen, dies hier ist nicht alles.

Wir sind viel mehr als unser momentanes Leben, als unser Körper, als diese Inkarnation.

Wir sind alles, immer und zu allen Zeiten.

Wir sind Seele, unsterblich.

Uns kann nichts passieren.

Ihr seid der wichtigste Mensch in Eurem Leben.

Ihr habt das Recht, glücklich zu sein.

Nichts und Niemand ist es wert, Euer Glück nicht zu leben.

So meine Lieben... dann macht Euch auf den Weg.

Springt ab, von der Klippe, und fühlt den freien Fall.

Da Sein im Hier und Jetzt, ohne Begrenzung und ohne Leid.

Dies war mein Weg in die Freiheit.

Vielleicht kann es ja auch Euer Weg werden.

Fühlt Euch geliebt,

Dani