Verbundenheit oder Fixierung?

Sind wir mitten im Prozess, gibt es nicht besonders viel, was wir willentlich ausrichten können.

Wir arbeiten an uns... und unser Seelenpartner will irgendwie trotzdem nicht... hmmm....

Erst einmal... Liebe lässt sich nicht erzwingen.

Ja, auch wenn es eine tiefe Seelenverbindung ist, und der Partner dies auch spürt, oder eben verdrängt, so kann nichts und niemand ihn zwingen, dies in einer Partnerschaft zu leben.

Er hat die Wahl, jederzeit. Auch wenn vom Schicksal eine Beziehung vorgesehen ist... kann er dies verdrängen und verziehen, wie er das eben wünscht. Nichts und niemand zwingt ihn dazu, dieses Ziel im Hier und Jetzt zu erreichen.

Wir sind dann auf unserem Weg.

Meist erst einmal hilflos, zurück gelassen mit Schmerz und Seelenleid.

Nichts an Reflexion bleibt, wir sind mit uns ganz alleine.

Nun beginnt die Suche... was können wir tun? Was bleibt?

So finden viele den Weg in die Spiritualität.

Wir lesen, lernen oftmals hier zum ersten Mal, was eine seelische Verbindung ist.

Was ein Seelenpartner ist.

Wir lesen über Dual- und Zwillingsseelen, fragen uns, was ist es, was ich hier habe?

Wie sind wir verbunden, und was kann uns erlösen?

Wir beschreiten den Weg zu uns selbst.

Nun gibt es hier Theorien, Konzepte, Wege, die von vielen Beratern, auf vielen Plattformen und Gruppen angepriesen und angeleitet werden.

Hier bin ich äußerst skeptisch...

Es wird oftmals ein „Plan“ vorgelegt... den Weg zur erfüllten Partnerschaft in mehreren Prozessphasen.

Hier wird fleißig schubladisiert... ist es Dual- oder Zwilling- oder Karma-... in welcher Prozessphase stecken wir gerade, und was kommt als nächste, wie viel des Weges haben wir bereits geschafft und was braucht es noch.

Haben wir unsere Dualseele noch nicht zur Entscheidung gebracht, liegt es alleine an uns.

Dann arbeiten wir nicht hart genug, fokussiert genug an uns selbst, sind nicht so weit, noch nicht genug in der Selbstliebe.

Der Gedanke, wir sind noch nicht gut genug...

Hier torpedieren wir ständig unseren Selbstwert, den wir ja eigentlich aufbauen wollen.

Meldet er sich nur sporadisch (weil er einfach nicht anders kann), bringen wir Stabilität rein, indem wir in den totalen Rückzug gehen, ihn aus unserem Leben schmeißen, um ihn in den Verlust zu bringen, damit er Sehnsucht spüren kann.

Umso mehr wir in der Selbstliebe ankommen, desto klarer und härter unser Rückzug... nur wenn der Seelenpartner dies oder das erfüllt, bin ich verfügbar....

… mir sträuben sich da die Nackenhaare!!!

Erst einmal, es gibt keine Schubladen.

Wir alle sind Individuen.

Ein jeder von uns ist nichts als sich selbst.

Ob Dual- oder Zwilling oder was weiß ich auch immer... total egal.

Eine jede Verbindung ist anders. Jedes Seelenpartner-Paar hat eine ganz eigene Geschichte.

Je nach Intensität und Menge der gemeinsamen Erlebnisse der Seele variiert auch die spürbare Verbindung.

Haben wir viele „negativen“ Erlebnisse miteinander, erschwert das das Aufeinander-Zugehen enorm.

Ist unsere Verbindung eher durch leichte Erfahrung geprägt, wird der Weg leichter sein.

Denn... egal was wir tun, jedes Seelenpartner-Paar muss andere Themen bewältigen.

Ich bin überzeugt, man muss Grenzen setzen, für sich, in Liebe zu sich selbst.

Wir dürfen hier lernen, für uns einzustehen, uns selbst wichtig zu nehmen, aber niemals mit der Erwartung, der andere kommt dann und funktioniert wie ich das will.

Wollen ist Kampf.

Rückzug mit Erwartung eine Kampfansage.

Arbeiten wir verbissen an unseren Themen, fragen wir uns jeden Tag, was braucht es heute, in welcher Phase stecken wir und wie kommen wir schnellstmöglich in die nächste Phase, damit wir schnellstmöglich mit unserem Seelenpartner Beziehung leben kann... vergessen wir eines auf jeden Fall...

das Leben!!!

Wo bleibt die Leichtigkeit?

Wo bleibt die Freiheit?

In ständiger Erwartung in den Prozess, in uns

selbst und in den flüchtenden Seelenpartner...

sind wir ständig in der Warteposition.

Befinden wir uns in dieser Position, hat der andere wahnsinnig viele Gründe zum Flüchten.

Ehrlich, ich würde das auch tun...

Was ist es, was wir leben wollen?

Welche Menschen sind es, in die wir uns verlieben?

Menschen, die uns gefallen... nicht im Außen, sondern in Ihrer individuellen Gesamtheit!

Menschen, die sich selbst sind, die aus sich heraus strahlen, die Freude und Glanz und Leichtigkeit vermitteln.

Wir verlieben uns, wenn es schön ist, nicht, wenn es verbissen zielorientiert ist.

Wir verlieben und in eine Person, nicht in ein Programm, oder Konzept oder einen Plan.

Folgen wir einem Plan, wandelt sich die Verbindung zu einer Fixierung.

Ich erlebe in Beratung Menschen, die erzählen mir von Dualseelen und ihrer Prozessphase... meist besteht da dann auch absolut kein Kontakt.

Das tut mir weh, denn es ist unnötig.

Das Zauberwort heißt... wie immer Loslassen... damit meine ich fließen lassen.

Den Schmerz annehmen, durch annehmen verringern, dann leben... einfach leben, so viel und intensiv wie möglich.

Den Tag genießen, ohne Schubladen, ohne Wertung.

Die Gedanken kommen und gehen lassen und akzeptieren, wie diese nun mal in diesem Moment gerade sind.

Erwartung loslassen... Du bist gut, wie Du bist!

Du musst nichts tun, der Prozess führt Dich ganz automatisch zu Dir selbst.

Es kommt der Tag, da weißt Du ganz tief in Dir drin... Du denkst es nicht nur, Du weißt es... ich bin ich, und gut so wie ich bin. Ich tue, was mir gut tut, und beschreite mein Leben ohne Abhängigkeiten.

Und mit diesem Wissen... schenkst Du Deinem Seelenpartner die Möglichkeit, sich in Dich, Dein Sein, Deine Leichtigkeit und Dein Strahlen zu verlieben.

Du schenkst ihm Mut, diesen Weg auch zu gehen...

und wenn es nicht Dein Seelenpartner ist... dann schenkst Du Dir damit die Möglichkeit, einen Menschen in Dein Leben zu lassen, der Dein Strahlen zu schätzen weiß, und sich in Deine Seele verliebt.

Das ist wundervoll!!!

Du bist wundervoll!!!

Übernimm keine Wahrheiten von anderen.

Was deren Wahrheit ist, muss nicht Deine sein.

Finde DICH... und Du findest die Liebe, die Du verdienst.

Fühlt Euch geliebt,

Dani